„Erfrischend, bunt und himmlisch gut.“

Kirchspiel Zoppoten

Moment Mal

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ (Psalm 139)

B.Gade © GemeindebriefDruckerei.de

Liebe Gemeindeglieder,
ich stelle mir vor wie ich mit einem von diesen Heißluftballons in diesen Sonnenuntergang fahre. Für ein paar Augenblicke den Alltag vergessen und frei sein. Nur den Wind um die Nase wehen lassen, schweben bis ans Ende der Welt und dem Himmel ganz nahe kommen.
Doch: Was gibt mir das Gefühl, zu schweben wie ein Ballon? Was macht mein Leben leicht?
Wenn es nach meinen Vorstellungen läuft und ich das umsetzten kann, was mir wichtig ist, wenn ich mich von anderen Menschen geachtet und geliebt weiß.
Wenn ich Träume habe und sie auch umsetzten kann. Ich träume davon, so richtig gut Gitarre spielen zu können. So gut, dass ich einmal auf einer großen Bühne stehen und spielen kann: „Ich wollte dir nur mal eben sagen, das du das Größte für mich bist…“
Wir alle träumen gemeinsam von einer friedlichen Welt, in der die Menschen ohne Angst und Terror leben können. Von einer Welt, in der möglichst alle Menschen eine Zukunft und Perspektive haben. Dafür beten wir sonntags in den Gottesdiensten, dafür treten wir ein!
Tagträume sind ein wichtiger Motor, denn sie bringen uns voran: Jeden persönlich und uns als Gesellschaft. Gott schenkt uns unsere Träume; denn ohne sie, ohne Visionen und Ziele wäre das Leben eintönig und fad. Und Gott ist natürlich auch dabei, wenn wir diese Ziele und Träume verwirklichen; er lässt uns unsere Wege gehen und sagt uns zu, mitzugehen: „dort, wo du bist, da bin auch ich“. Weil Gott uns seine Gemeinschaft anbietet, können wir den Weg des Glaubens gehen. Diese Zusage gilt nicht nur dann, wenn wir unser Leben unbeschwert genießen können und den Himmel auf Erden erleben, sondern auch dann, wenn es mal nicht leicht ist, weil ein Lebenstraum zerplatzt wie ein Ballon oder wir eisigen Gegenwind spüren bei dem, was wir tun.
Unser Vorbild in diesen Situationen ist Jesus Christus: Die Bibel erzählt, dass Jesus sich auch dann an Gott orientiert, hat als er in Schwierigkeiten war, sogar dann noch, als er gelitten hat und wusste, dass er sterben würde. Jesus hat an Gott festgehalten, weil er wusste, dass er nicht aus seiner Kraft schöpfen muss, sondern aus Gottes Kraft; das hat ihm gut getan und Mut gemacht.
Doch an diesem Glauben müssen wir fest halten, sonst geht er uns über kurz oder lang verloren und entschwindet wie ein Heißluftballon. Diese direkte Verbindung lässt sich durch ein
persönliches Morgen-/Abendgebet oder das Vaterunser pflegen. Mit Gott in Verbindung bleiben geht natürlich besonders leicht in der Gemeinschaft mit anderen Christen.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Sommerzeit und grüße Sie herzlich. Ihre Stephanie Ladwig, Pastorin!